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01.04.2025 | Hitzeexposition und maternales, fetales sowie neonatales Outcome

Der Klimawandel und seine Folgen sind ein in unterschiedlichen Zusammenhängen diskutiertes Thema. Ein hochrangig publizierter aktueller Review mit Meta-Analyse beschäftigte sich mit den Auswirkungen von Hitze auf die Gesundheit von Müttern, Feten und Neugeborenen (Lakhoo et al. A systematic review and meta-analysis of heat exposure impacts on maternal, fetal and neonatal health. Nat. Med. 2025; 31: 684-694).

Eingeschlossen wurden 198 Studien aus 66 Ländern, überwiegend aus Ländern mit hohem Einkommen (63,3%) und aus gemäßigten Klimazonen (40,1%).

In der Publikation findet man, dass die eingeschlossenen Studien die „Bezugsgröße Hitze“ uneinheitlich definieren. Einige untersuchten den Zusammenhang einer Temperatursteigerung mit jedem Grad Celsius, andere den Einfluss von Hitzewellen, andere wiederum verglichen verschiedene Temperaturbereiche miteinander.

Die Ergebnisse zeigten einen Anstieg der Wahrscheinlichkeit einer Frühgeburt um 1,04 (95% KI 1,03 -  1,06) pro 1°C Erhöhung und um 1,26 (95% KI 1,08 -1,47) während Hitzewellen. Eine Hitzeexposition erhöhte das Risiko für Totgeburten (OR 1,13; 95% KI 0,95-1,34), für kongenitale Fehlbildungen (OR 1,48; 95% KI 1,16-1,88) und einen Gestationsdiabetes (OR 1,28; 95% KI 1,05-1,74). Die Wahrscheinlichkeit einer geburtshilflichen Komplikation stieg während Hitzewellen um 1,25 (95 % KI 1,09-1,42).

Trotz der Heterogenität der Studien zeigt sich eindeutig, dass eine eskalierende Hitzeexposition die Gesundheit von Müttern und Neugeborenen negativ beeinflussen kann.

 Prof. Dr. med. Frank Nawroth

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