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Die Ovulationsinduktion mit HCG ist lange die einzige Option zur Ovulationsinduktion bei einer IVF gewesen. In den letzten Jahren sind – mit unterschiedlichen Zielen in individuellen Situationen – Alternativen etabliert worden, um z.B. das Risiko eines ovariellen Überstimulationssyndroms (OHSS) zu reduzieren, den Anteil maturer Eizellen zu erhöhen o.ä.
In einem aktuellen Review mit Meta-Analyse wurde die Wirksamkeit und Sicherheit der folgenden Optionen zur Ovulationsinduktion von „normal respondern“ bei der IVF verglichen:
(Beebeejaun et al. Triggering oocyte maturation in IVF treatment in normal responders: a systematic review and network meta-analysis. Fertil. Steril. 2024; Nov 13: Online ahead of print).
Outcome-Parameter waren die klinische Schwangerschafts-, die Lebendgeburten- und die Abortrate sowie die Anzahl gewonnener bzw. reifer Eizellen und die OHSS-Inzidenz.
Im Ergebnis zeigte sich, das bei „normal respondern“ – im Vergleich mit HCG allein – keine der Alternativen die klinische Schwangerschaftsrate bei der IVF verbessert. Nach Auslösung mit dem GnRH-Agonisten allein lag die OHSS-Inzidenz signifikant niedriger als mit HCG allein (RR 0,56; 95% CI 0,19-1,75). Zur Beurteilung der Lebendgeburtenrate bedarf es weiterer randomisierter kontrollierter Studien. Die Abortrate und die Anzahl gewonnener bzw. reifer Eizellen unterschieden sich nicht signifikant.
Prof. Dr. med. Frank Nawroth
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